PM: Publikation des Modellprogramms „Kulturagenten für kreative Schulen“ erschienen

20. November 2015
„Die Teilhabe an Kunst und Kultur soll fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen werden“: Mit dieser Mission starteten zum Schuljahr 2011/2012 in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen 46 Kulturagenten ihre Arbeit. Gemeinsam mit 138 Schulen und über 620 verschiedenen Kulturpartnern haben sie neue Vermittlungsformate der kulturellen Bildung initiiert, Kulturfahrpläne umgesetzt und Kooperationen aufgebaut, um die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur im Schulalltag strukturell zu verankern.

 

Nun ist die Abschlusspublikation Mission Kulturagenten des Modellprogramms erschienen. Zu Wort kommen darin sowohl Kulturagenten und Lehrer als auch Künstler und Vertreter von Kulturinstitutionen, die von ihren Erfahrungen und Herausforderungen bei der Verankerung von kultureller Bildung in Schule und Kulturinstitutionen berichten. Darüber hinaus erzählen Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, und Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, von der Genese, den Zielen und der Umsetzung des Kulturagentenprogramms. Prof. Dr. Birgit Mandel von der Universität Hildesheim analysiert den Mehrwehrt von Kulturagenten für Kulturinstitutionen, Dr. Julien Chapuis, Leiter der Skulpturensammlung und des Museums für Byzantinische Kunst in Berlin, beschreibt am Beispiel des Bode-Museums den Bildungsauftrag von Kulturinstitutionen, und Prof. Dr. Max Fuchs skizziert die Rolle von Kulturagenten und Kulturbeauftragten für die kulturelle Schulentwicklung. Zudem schreiben Schüler der beteiligten Schulen von ihrem kulturellen Alltag an der Schule.

 

Die Publikation gibt damit sowohl einen Überblick über die im Modellprogramm entwickelten Projekte und Vermittlungsformate als auch über Prozesse und Diskurse, die im Rahmen des Kulturagentenprogramms an der Schnittstelle zwischen Schule und Kulturinstitution initiiert und geführt wurden. Ein Fazit: Soll die Vermittlung und Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur eine zentrale Rolle in Schulen und Kulturinstitutionen spielen, dann braucht es sowohl strukturelle Instrumente wie Kulturfahrpläne, Steuergruppen und Lehrerfortbildungen als auch gemeinsame Reflexionsräume von Schülern, Schulleitungen, Lehrern, Eltern und Kunst- und Kulturschaffenden. Mit dem Kulturagenten, der diese Prozesse initiiert, steuert und moderiert, wurde im Rahmen des Modellprogramms ein neues Berufsprofil entwickelt. 

Die vier Module der Printpublikation stehen hier als PDF-Download zur Verfügung:

}   Modul 1: Profil Kulturagent – Erfahrungen und Einblicke

}   Modul 2: Mission Veränderung – Kultur und Bildung im Dialog

}   Modul 3: Reflexion – Zwischen Theorie und Praxis

}   Modul 4 : Auftrag Vision – Kulturfahrpläne von kreativen Schulen

 

Erfahrungs- und Praxiswissen aus dem Kulturagentenprogramm wird so den Programmakteuren und Praktikern im Feld der kulturellen Bildung zur Verfügung gestellt. Weitere Texte finden Sie in der Onlinepublikation Mission Kulturagenten.

Auf vier erfolgreiche Jahre Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen 2011-2015“ folgt nun ab dem Schuljahr 2015/16 eine vierjährigen Überleitungsphase, in der die gesammelten Erfahrungen, das Wissen und die Ressourcen aus dem Modellprogramm in die Landesstrukturen überführt werden.


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