Anne-Frank-Gesamtschule, Dortmund

Die Anne-Frank-Gesamtschule wurde 1982 in der Dortmunder Nordstadt gegründet; es werden 780 Schülerinnen und Schüler von 80 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Unsere Schule liegt in einem „Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf“, in dem laut Sozialstrukturatlas der Stadt mehrere Probleme im Vergleich zum Gesamtraum Dortmund verstärkt auftreten: hohe Arbeitslosenquote, viele Familien mit Unterstützungs- und Beratungsbedarf, höhere Kriminalitätsrate, Straßenzüge mit vernachlässigten Gebäuden, eine hohe Fluktuation u.a.Diese Umstände spiegeln sich natürlich auch in unserer Arbeit wider; die Lebenssituationen unserer Schülerschaft zu kennen und mit pädagogischen Mitteln darauf zu reagieren, bestimmen unsere Aufgabenfelder.

Zum anderen bietet die Nordstadt ein großes Potenzial durch die Tatsache, dass es nirgendwo in Dortmund solch eine ethnische und kulturelle Vielfalt gibt. Der Stadtteil lebt in seiner interkulturellen Vielfalt und zeigt dies im Bereich des Einzelhandels, auf Stadtteilfesten, in Kulturvereinen, Begegnungszentren und einem gut ausgebauten Netzwerk sozialpädagogischer Angebote.

Diese Vielfalt kennzeichnet auch unsere Schülerschaft; die große Anzahl unserer Schülerinnen und Schülern kommt aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte: Türkei, Irak, Marokko, Mazedonien, Albanien, Serbien, Russland. Dieses bunte Miteinander ist sicherlich die Besonderheit der Anne-Frank-Gesamtschule und bestimmt einen großen Teil unserer pädagogischen Arbeit.

Auch unsere Ziele im kreativen, kulturellen Bereich werden von diesen Lebenssituationen geprägt. Wir möchten unserer Schülerschaft mit künstlerischen Projekten den Blick auf die kulturellen Angebote der Stadt öffnen. Wir begreifen die Teilnahme am kulturellen Leben als Teil einer emanzipatorischen Erziehung. Außerdem ist die Begegnung mit Künstlerinnen und Künstlern und das Kennenlernen ihrer Lebensgeschichten ein guter Anreiz über die eigenen Pläne der Schüler zu reflektieren, zumal wir bisher bereits mit vielen Künstlerinnen und Künstler mit Zuwanderungsgeschichte gearbeitet haben. Nicht zuletzt sollen die Schülerinnen und Schüler mit der Anwendung kreativer Methoden vertraut gemacht werden und sie für den Ausdruck ihrer Wünsche, Pläne, Ideen, Meinungen nutzen lernen. Selbstkompetenz wird somit erfahren, das das Selbstwertgefühl unserer Schülerschaft stärkt.

Kontakt: www.afg-do.de

Kontakt

  • Transferprojekt "Kulturagenten für kreative Schulen Nordrhein-Westfalen"

  • Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V.
  • Bianca Fischer, Leitung
  • Küppelstein 34
  • 42857 Remscheid
Tel
02191 / 794-254
Fax
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