Hermann-Hesse-Schule

IDENTITY - I can MOVE the WORLD

Die Hermann-Hesse-Oberschule wird im Frühjahr 2017 ihr Schulgebäude verlassen müssen auf Grund von Sanierungsarbeiten. Gleichzeitig besteht das große Bedürfnis und der Wunsch die Schüler_innen stärker einzubeziehen in wesentliche Entscheidungsprozesse, künstlerische Strategien fächerübergreifend im Unterricht anzuwenden und zwar hauptsächlich durch Sprache und Körper. Darüber hinaus soll eine Kultur der Rezeption und Präsentation entwickelt werden. IDENTITY - I can MOVE the WORLD beschreibt daher den Wunsch nach Bewegung.

Alle aufgezählten Aspekte thematisieren Identität auf unterschiedlichen Ebenen und bringen Begriffe wie Körper, Raum, Bewegung, Sprache, Partizipation in ein Verhältnis zueinander, das wir gerne in Bezug auf unsere Schulkultur erforschen, reflektieren und (weiter)entwickeln möchten.

Exemplarisch möchten wir in verschiedenen Unterrichtsformaten und mit unterschiedlichen Disziplinen, vor allem aus dem HipHop die beschriebenen Verhältnisse zwischen Körper, Raum, Sprache, Bewegung und Partizipation an Hand des Themas der Identität und in Bezug auf Jugendsprache und -codes, aber auch ihren (Jugendlichen) verschiedenen Erwartungen, Wünsche und Nöte gemeinsam mit Künstler_innen untersuchen und in den nächsten Jahren hin zu einer gemeinsamen Kultur des Lernens weiterentwickeln.

Uns interessiert was wir von unseren Schüler_innen lernen können und wo wir uns treffen? Welche Fragen wir gemeinsam an die Welt stellen können und wie wir uns unsere Welt vorstellen? Und wie an unserer Schule ein „voneinander lernen“ durch künstlerisch-forschende Ansätze entstehen kann?


1) FORSCHENDER ANSATZ
Aus den Erfahrungen in den Projekten sollen gemeinsam mit allen interessierten Lehrer_innen und Schüler_innen in einem Format der Reflexion die Vision, Ziele, Maßnahmen und Indikatoren für ein kulturelles Profil entwickelt werden: KULTURFAHRPLAN

2) KULTURFAHRPLAN
Der erste Projektantrag besteht aus verschiedenen Modulen, die alle durch das Thema Identität verbunden sind.
Das Thema ist mit Hinblick auf den derzeit stattfindenden Prozess der Schule ausgewählt worden (ein Namensfest der Schule wird im nächsten Jahr stattfinden, die Schulkultur steht im Fokus der Auseinandersetzung mit Themen wie Schüler_innen-Partizipation, Diversity und einer diskriminierungsfreien Haltung u.a.).

Das Programm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin wird mit künstlerischen Strategien in vorerst 6 Modulen agieren, die im 9./10. und 11. Jahrgang exemplarisch angesiedelt sein werden (Modul 1/2/3/4/5). Modul 6 ist ein Lehrer_innenworkshop.
Alle Module verfolgen einen forschenden und langfristig fächerübergreifenden Ansatz, daher werden wir auf der Grundlage der gemachten Erfahrungen und der Reflexion der Projekte aus den Modulen 1-6 den Kulturfahrplan formulieren.

Derzeit steht die Entwicklung einer Schulkultur durch Partizipation, Sprachbildung, Körperausdruck, Präsentations- und Dokumentationsformate, sowie eine Rezeptionskultur im Fokus unserer Vision für ein kulturelles Schulprofil. Wir möchten Kulturelle Bildung fächerübergreifend in der Schule verankern und mit dem Rahmenlehrplan und dem schulinternen Curriculum verzahnen.

Aus den Elementen Bestandsaufnahme, Kunstgeldantrag und Reflexion der durchgeführten Projekte soll im weiteren der Kulturfahrplan prozessual entwickelt werden. Wir möchten ausgehend von den tatsächlich gemachten Erfahrungen gemeinsam zwischen Lehrer_innen (Kollegium), Schüler_innen und Künstler_innen den Kulturfahrplan im nächsten Jahr detailliert entwickeln.

3) MODULE
9. Jahrgang/
Modul 1> Deutschunterricht in 3 Klassen > Poetry Slam //
Über 4 Termine wird Bas Böttcher mit jeder der drei 9. Klassen je 90 min. eigene Texte zum Thema Identität entwickeln. Die Schüler_innen werden dieses Material auf einem Bühnensetting als Slam präsentieren.

Modul 2> alle WPU Kurse > Choreographie und Dramaturgie //
In Form eines künstlerischen Eingangsworkshops wird mit allen WPU Lehrer_innen ein Format entwickelt, gemeinsam mit den Schüler_innen ihrer Kurse das entstandene Material zu sichten und Kurzausschnitte für eine Präsentation heraus zu arbeiten, ausgehend von dem jeweiligen Material: eine Ausstellungsführung, eine Choreographie, ein Battle, eine theatrale Darstellungsform u.a..
Fernando Da Ponte/DS Lehrer und Anja Scheffer werden in den WPU Kurse an Hand erster Zwischenergebnisse je einen Workshop zum Thema Präsentation/Moderation geben. Zum Ende des Schuljahres werden interessierte Schüler_innen jeden Kurses (Musik, Darstellendes Spiel, 2x Kunst) gemeinsam mit Anja Scheffer eine etwa 30-minütige Präsentation aus dem Material heraus entwickeln.

10. Jahrgang /
Modul 3> WPU Kurs Darstellendes Spiel > Break Dance // 
Von September bis Dezember werden die Schüler_innen des Wahlpflichtkurses Darstellendes Spiel mit der Lehrerin Nina Kruska und dem Break Dancer Saman Sebastian Hamdi durch unterschiedliche Methoden die Kultur des Hip Hops an Hand von Break Dance kennenlernen, dabei spielen Improvisationsübungen ebenso eine Rolle, wie das Kennenlernen des eigenen Ausdrucks, und der Körpersprache. Am Ende werden Ausschnitte aus dem Prozess präsentiert werden.

11. Jahrgang/
Modul 4> Darstellendes Spiel/Deutschunterricht > Tanz //
Dieser Kurs wird im DS Grundkurs mit Tanz experimentieren um ein fächerübergreifendes Format an Hand von Improvisation und Körperausdruck zu entwickeln, das in anderen Fächern ebenfalls eingesetzt werden kann. Vision ist eine Art Lehrer_innenfortbildung zu entwickeln: Die Schüler_innen vermitteln ihre Erfahrungen den Lehrer_innen.

Modul 5> WPU Kurs Musik > Rap //
Von September bis Dezember wird dieser Kurs mit dem Rapper und Break Dancer Ben Hasan Al-Rim und ihrer Kurslehrerin Sabine Karl ebenfalls an Hand des Themas Identität die Besonderheiten und Eigenschaften des Raps in der Einordnung zur Hip Hop Kultur durch unterschiedliche Methoden der Improvisation trainieren, ausprobieren, individuelle Textfragmente entwickeln, mit Sprache in ihrer Verschiedenheit spielen und den individuellen Stiel jede_r/s Teilnehmer_in herausarbeiten. Am Ende werden Ausschnitte aus dem Prozess präsentiert werden. Ein gemeinsamer Auftritt mit den Poetry Slamern ist im März 2017 geplant.

Lehrer_innen/
Modul 6> Lehrer_innenworkshops //
- zu Modul 1> Deutschlehrer_innen (9. Jhg./8. Jhg., sowie alle interessierten Lehrer_innen), 4 Std.
- zu Modul 4> Begleitung der WPU Kurse 9. Jhg. / Coaching Fernando Da Ponte (alle Lehrer_innen der WPU Kurse im 9. Jhg. die an einer Präsentation teilnehmen)

 

Kontakt

  • Landesstelle "Kulturagenten für kreative Schulen Berlin"
  • Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinnützige GmbH (DKJS), Regionalstelle Berlin
  • Manuela Kämmerer (Programmleitung) Christine Florack (Programmleitung)
  • Tempelhofer Ufer 11
  • 10963 Berlin
Tel
030 / 25 76 76 -609 // -604
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