Staatliche Gemeinschaftsschule Herbsleben

„Wir sind eine Schule, in der keiner den anderen zum Objekt macht“

In diesen schülerbezogenen, auch schülerzentrierenden Profilierungsgedanken integriert sich der Hüthersche Ansatz, jedes Kind mit individuellen Aufgaben zu betrauen, für die Schülerpersönlichkeit Vorbilder zu schaffen und das Lernen, Erleben und Erfahren in Gemeinschaften zu gewährleisten.

Ergänzt wird das Lernen in der Kommune durch reformpädagogische Inhalte nach Maria Montesorri. Der Schulalltag unterliegt ebenso den Anforderungen des 3-Säulen-Modells (Instruktion, Frei- und Projektarbeit). Die Qualität der Lernprozesse wird nach den 10 Merkmalen gelingenden Unterrichts nach Hilbert Meyer evaluiert.

Zum qualitativ besseren Gelingen und zur Bereicherung bereits implementierter Entwicklungsstrukturen und Profilierungsinhalte trägt die Kulturelle Bildung mit dem Einstieg der Schule in das Kulturagentenprogramm maßgeblich bei. Sie versteht sich als Dach, unter dem Traditionelles, Bewährtes Wertschätzung und Pflege erfahren. Gleichzeitig erhalten aber auch Innovatives, Öffnendes, Rhythmisierendes im Lehr- und Lernprozess kulturell-methodische Impulse. Ob instruierendes Lehren, Freiarbeitsphasen oder auch Projektlernen stattfinden – die Kultur bereichert dabei künstlerisch technisch-strategisch, kooperationsorientiert und vernetzend die am Schulalltag beteiligten Akteure.

Unsere Schule wird nicht nur als traditioneller Lernort verstanden, sondern soll vielseitig und umfassend, besonders die Erfahrungswelt der Lernenden berücksichtigend, gestaltet werden. Kulturelle Bildung ist dabei für authentische und partizipierende, ästhetische Prozesse unverzichtbar.

Die Schule wird von der Kulturagentin Uta Schunk betreut. Unter ihrer beratenden, kulturellen Begleitung gibt es viel zu tun, denn die Schule wird umfassende „Kulturpfade“ – so ein Leitbegriff der Schulakteure – bestreiten. Ab dem Frühjahr 2017 starten im Rahmen des Programms „Kulturagenten für kreative Schulen“ dazugehörige Projekte, in denen Stelen für die Gemeinde Herbsleben entstehen. Begonnen wird mit einem Kunstwerk, das mit seinem bestimmten Platz im Ort den Beginn des „Kulturpfades“ signalisiert. Parallel zu den Kunstsignalen, die die Schule in Herbsleben setzt, sollen künstlerisch-kulturelle Aktivitäten in der Gemeinschaftsschule realisiert werden. Es geht hierbei darum, den Kindern und Jugendlichen Räume für Kreativität, Fantasie und ästhetisches Erfahren zu eröffnen. Welche Angebote dazu sinnvoll sind, entscheiden hier in der TGS Herbsleben nicht die Erwachsenen alleine, sondern es wird auf Mitbestimmung durch die Schüler gesetzt. Dazu entwickelt eine in der Schule gegründete Kultursteuergruppe, die sich aus pädagogischem Personal und Schülern der Klasse 3 bis 8 zusammensetzt, einen Kulturfahrplan, in den die Kinder und Jugendlichen ihre kulturellen Ideen und Bedürfnisse, einbringen. Es darf dabei durchaus auch fantasievoll gesponnen werden. Gemeinsam mit der Kulturagentin der Schule werden Visionen zu realisierbaren künstlerischen Zielsetzungen und Angeboten heruntergefahren. Etwas künstlerisch verrückt darf es durchaus bleiben. Der Umgang mit Kunst soll Freude bereiten, die Beteiligten ansprechen, auch wenn die Schule ihre kulturelle Entwicklung sehr ernst nimmt.

Foto: Ines Schirlitz

Alle Projekte aus der Transfer- und Modellphase

KULTURPFAD

Kontakt

  • Landesstelle "Kulturagenten für kreative Schulen Thüringen"
  • Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V.
  • Katja Nicke, Leitung
  • Anger 10
  • 99084 Erfurt