Staatliche Kooperative Gesamtschule „Am Schwemmbach“ Erfurt

Die Kooperative Gesamtschule „Am Schwemmbach“ nimmt wiederholt  am Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“ teil und hat gemeinsam mit der Kulturagentin viele Konzepte für umfassende künstlerisch-kulturelle Vorhaben entwickelt, um Kindern und Jugendlichen die Teilhabe an Kunst und Kultur uneingeschränkt zu ermöglichen.

Nahezu 850 Schüler/innen beschult die Kooperative Gesamtschule „Am Schwemmbach“ Erfurt in den Klassenstufen 5 bis 10 (fünfzügig) sowie in der Abiturstufe der Klassen 11 und 12 (zweizügig). Es unterrichten 65 Lehrer/innen Architektonisch handelt es sich um einen älteren sachlichen Bau im Süden der Stadt Erfurt, an den aufgrund des erweiterten Kapazitätsanspruchs ein Neubau angesetzt wurde. Ein Gebäudetrakt beherbergt die Staatliche Grundschule „Am Schwemmbach“, die sich bereits als Offene Ganztagsschule  entwickelt.

Schüler/innen und Lehrer/innen gestalten gemeinsam im Sinne des Leitbildes, das auf demokratische Mitbestimmung und Partizipation abzielt, den Schulalltag. Kommunikation, Respekt, Toleranz, Offenheit und Transparenz im gegenseitigen Umgang sind fest verankert. Im Zuge der Unterrichtsumsetzung halten Pädagogen an Inhalten, die eng an die Erfahrungswelt der Kinder und Jugendlichen angeknüpft sind, fest. Die jungen Schülerpersönlichkeiten sollen sich gerade durch den kooperierenden Charakter der Schule optimal entwickeln können. Neben der Orientierung auf verschiedene Schulabschlüsse in einem Schulgebäude geht es dabei auch um die Schaffung anspruchsvoller Unterrichtsprozesse, in denen die Schüler/innen zum problemlösenden Denken, zum dazugehörigen kritischen Reflektieren und konstruktivem, aber auch selbstbestimmten Handeln angehalten werden. Die Integration umfassender Angebote Kultureller Bildung sowohl im Schulalltag als auch im Freizeitbereich ist dabei nicht wegzudenken.

Die Schule geht stetig Kooperationen mit externen Kulturpartnern im Rahmen der jährlich stattfindenden Projektwoche ein. Dadurch können Musikangebote, Maßnahmen zur Schulhausgestaltung, auch Bewegungsförderndes und das darstellende Spiel an der Schule umgesetzt werden. Über den Schulförderverein, der die künstlerisch-kulturellen Plattformen stark unterstützt, werden Kulturinstitutionen und Künstler/innen in Vorhaben der Schule integriert.  Der Schulförderverein bringt sich immens ein, wenn es um die Gestaltung des Schulhofareals geht. Mit einem Bewegungsspielplatz mit integrierter Boulderwand setzte sich die Schulhofgestaltung mit dem Bau eines „Klassenzimmers im Grünen“ (Plattformen zum Sitzen und Bespielen) in der Modellphase des Kulturagentenprogramms fort.

Außerdem modernisierte die Schülerschaft die Bibliotheksräumlichkeiten und hat diesbezüglich mit dem Schulförderverein Projekte zum Möbeldesign umgesetzt. Ebenso wurde die Töpferwerkstatt wieder aufgebaut und belebt. Auch der Wahlpflichtbereich Darstellen und Gestalten erweitert sich stetig.

Die erneute Programmbeteiligung steht nun unter dem Thema „Wenn wir uns begegnen“. Dazu soll für alle Akteure der weiterentwickelte Kulturfahrplan in der Schule künstlerisch visualisiert werden und auch als flexible Installation fungieren, an deren Fortgestaltung alle – sich begegnend – mitwirken können, um kulturelle Bedürfnisse einzubringen. Daran knüpfen dann Prozesse an, die sich mit neuen Begegnungszonen künstlerisch auseinandersetzen. Wir sind überzeugt, dass es wieder kreativ in unserer Schule zugehen wird und dann möglichst viel Neues im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Schulhof wächst und gedeiht.

Bildrechte: KGS Erfurt

Kontakt

  • Landesstelle "Kulturagenten für kreative Schulen Thüringen"
  • Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V.
  • Katja Nicke, Leitung
  • Anger 10
  • 99084 Erfurt